Herzlich Willkommen

beim Historischen Verein Rhein-Main-Taunus!

Samstag, 18. April 2026, Rathaus, Philipp-Reis-Stadt Friedrichsdorf

16. Geschichtstag für Taunus und Main:

"Made in Taunus" - Erfindungen und Innovation in der Rhein-Main-Taunus-Region

Eine Zukunftsvision aus dem "Offiziellen Gordon Bennett Führer" von 1904 (Kreisarchiv Hochtaunuskreis)

Das Rhein-Main-Gebiet ist ein Raum lebendiger Erfindungskraft. Von Philipp Reis’ bahnbrechender Telefonidee über Karl Willy Wagners Impulse für die moderne Nachrichtentechnik bis hin zu Anton Flettners innovativen Konstruktionen reicht das Spektrum technischer Pionierleistungen. Ebenso prägen das visionäre Braun Design, das traditionsreiche Kelkheimer Möbelhandwerk und kreative Mobilitätsideen vom Kinderautomobil bis zur Seifenkiste die Region. Der Geschichtstag lädt dazu ein, diese Wege in die Moderne neu näher kennenzulernen.

Der „Geschichtstag für Taunus und Main“ ist eine jährliche gemeinsame Veranstaltung der beiden Dachverbände für Geschichte und Heimatkunde im Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis in Kooperation mit beiden Landkreisen. Er greift jeweils ein zentrales Thema auf, das für die Geschichte der Taunusregion insgesamt prägend gewesen ist, und beleuchtet es in Vorträgen und Führungen. Die Veranstaltung dient damit auch als ein Forum für die Heimatgeschichte.

Programm:

  • Auf dem Weg in die Moderne. Annäherung an eine Innovationsgeschichte im Taunus (Kay-Hermann Hörster, Frankfurt am Main)
  • Braun-Design: Entstehung und Gegenwart (Thomas Guttandin, Kronberg im Taunus)
  • Ordnung im Rauschen. Karl Willy Wagner und die moderne Nachrichtentechnik (Dr. Erika Dittrich, Friedrichsdorf)
  • "Made in Kelkheim". Die außergewöhnliche Geschichte des Kelkheimer Möbelhandwerks (Dr. Kirstin Funke, Kelkheim am Taunus)
  • Anton Flettner und die Aerodynamik (Karl Heinz Spengler, Hattersheim am Main)
  • Planen, Bauen, Fahren. Vom Kinderautomobil zur Seifenkiste (Renate Messer, Oberursel (Taunus))
  • Führung durch das Philipp Reis- und Hugenottenmuseum
Info- und Anmeldeflyer zum Herunterladen (pdf)

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Rad und Sparren 54:

Römer zwischen Limes und Main

Die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift "Rad und Sparren" enthält im Schwerpunkt die Vorträge des Geschichtstags "Römisches Leben im Hinterland des Limes" von 2023 in Hofheim am Taunus . Es behandelt daher unter dem Titel "Römer zwischen LImes und Main" die frühe Geschichte der Region.


Inhalt:

  • Frank Ausbüttel: Die Okkupation und Provinzialisierung des Rhein-Main-Gebiets durch die Römer
  • Daniel Burger-Völlmecke/Markus Scholz/Johannes Gier: Immer wieder Hofheim - Das neuentdeckte römische Lager Hofheim III
  • Barbara Dölemeyer: SALVE, SALVE IMPERATOR - DIe Saalburg als wilhelminischer Erinnerungsort
  • Peter Maresch: Die Entdeckung des Taunus. Wahrnehmung, Entdeckung und Erkundung der römischen Altertümer im Taunus in der frühen Neuzeit
  • Robert Hübner Morgado: Vom Aufbau eines Archivs. Die Entstehung des Kreisarchivs des Main-Taunus-Kreises

Rad und Sparren 54 (2025): Römer zwischen Limes und Main, 55 Seiten, zahlreiche Abbildungen. ISSN: 0342-2860, Preis: 8 Euro


Zu haben im Buchhandel oder direkt hier bei uns.

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Rad und Sparren 53 (2024):

Die Gebietsreform der 1970er Jahre

In den 1970er Jahren wurde die kommunale Landschaft in Hessen durch zahlreiche Eingemeindungen und Zusammenschlüsse von Gemeinden und Landkreisen grundlegend neu geordnet. Das aktuelle Heft von "Rad und Sparren" steht ganz im Zeichen der oft emotional und kontrovers umstrittenen Gebietsreform, die vor 50 Jahren die bis heute gültigen Verwaltungsstrukturen geschaffen hat. Die Mehrzahl der Aufsätze gehen zurück auf die Vorträge, die 2022 beim "Geschichtstag für Taunus und Main" in Bad Homburg v. d. Höhe gehalten wurden.

Neben diesem Schwerpunktthema beleuchten zwei weitere Beiträge spannende historische Themen unserer Region.

  • Peter Maresch: Die Gründung des Hochtaunuskreises. Ein Ergebnis der Gebietsreform in Hessen
  • Frank Ausbüttel: Die Entwicklung der Schulen im Hochtaunuskreis (1972-2022). Zur Problematik des Verhältnisses zwischen Land und Schulträger
  • Noah Nätscher: Stadtplanung zwischen Vision und Realität. Eschborn und Niederhöchstadt in den 1970er Jahren - Auswirkungen der Gebietsreform auf kommunaler Ebene
  • Gregor Maier: Wem gehört der Feldberg? Wie heißt Friedrichsdorf? Namens- und Identitätsfragen in der Gebietsreform
  • Gerd S. Bethke: Die Eppsteiner, die Fleminge und das Erbe des Dechanten
  • Konrad Schneider: Aufzeichnungen eines Sodener Feldgerichtsschöffen aus den Jahren 1815 bis 1819. Die freiwillige Gerichtsbarkeit in der Region und eine frühe Quelle dazu

Rad und Sparren 53 (2024): Die Gebietsreform der 1970er Jahre, 64 S., zahlreiche Abb., ISSN 0342-2860. Erhältlich für 8,- EUR direkt hier oder im Buchhandel.

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Über uns

Die Region zwischen Rhein, Main und Taunus – mit dem 1928 gegründeten Main-Taunus-Kreis in ihrer Mitte – hat sich in den letzten Jahrzehnten in Siedlungsbild, Wirtschaftsverhältnissen und Bevölkerungsstruktur tiefgreifend angepasst und gewandelt. Durch die kommunale Gebietsreform entstanden größere Einheiten mit zusätzlichen Aufgabenbereichen. Früher selbständige Gemeinden wurden zu Stadtteilen, die jedoch ihr Eigenleben bewahren konnten. Dies alles ist Anlass, sich der reichhaltigen und vielgestaltigen Vergangenheit zu widmen.


Aus dieser Situation heraus wurde 1974 der Historische Verein Rhein-Main-Taunus gegründet. Er hat gemäß Satzung die Aufgabe, „die Geschichte der Landschaft am unteren Main, zwischen Taunus und Rhein, zu erforschen, darzustellen und an der Erhaltung ihrer kulturellen Güter mitzuwirken“. Das Erfolgskonzept war von Anfang an, fruchtbare Verbindungen zwischen Einzelforschern der verschiedenen Orte wie auch der unterschiedlichen Fach- und Sammelgebiete herzustellen, Interessierte mit den Methoden und Möglichkeiten der historischen Wissenschaften vertraut zu machen und die Öffentlichkeit über wissenschaftliche Ergebnisse zu informieren, sowie gegebenenfalls auch Rat anzubieten.


Der Historische Verein Rhein-Main-Taunus ist somit der Zusammenschluss von aktiv die Geschichte der Region erforschenden Mitgliedern, vom erfolgreichen Heimatforscher und ausgebildeten Wissenschaftler, Museums- oder Archivleiter bis zum Interessierten, der sich mit Hilfe der Erfahrenen erst in die Methodik einarbeitet. Mit anderen Forschern sowie regionalen Geschichtsvereinen, Archiven, Museen, Hochschulinstituten und Behörden besteht ein reger Austausch. Ein besonderes Anliegen ist die Unterstützung von Veröffentlichungen, auch durch Hilfestellungen beim wissenschaftlichen Erarbeiten und Niederschreiben oder durch Druckkostenzuschüsse unabhängig von der Vereinsmitgliedschaft. Das Engagement für das Erhalten kultureller Güter etwa bei Museums-, Archiv- und Denkmalschutzaktivitäten durch Mitwirkung oder Unterstützung und Beratung, ist ein weiterer Schwerpunkt des Vereins. Der Historische Verein Rhein-Main-Taunus wird vom Main-Taunus-Kreis und seinen Gemeinden ideell und finanziell unterstützt und leistet mit seiner Arbeit insgesamt einen Beitrag zur Gestaltung und Erhaltung einer vitalen und lebenswerten Region.

Info-Flyer zum Herunterladen