Herzlich Willkommen

beim Historischen Verein Rhein-Main-Taunus!

Samstag, 28. Februar 2026, 14 Uhr, Archäologisches Museum Frankfurt

Frankfurts römisches Erbe - Kuratorenführung

Die Sonderausstellung "Frankfurts römisches Erbe - Archäologie einer lebendigen Vergangenheit" zeigt die Entwicklung der Region vom ersten Auftreten römischer Truppen am Main bis in das frühe Mittelalter. Anschauliche Karten, Funde und historische Zitate eröffnen den Blick auf den Naturraum rund um Main und Taunus – eine Landschaft, die von römischen Autoren als rau, wasserreich und faszinierend beschrieben wurde. Hier entstanden die ersten römischen Stützpunkte, aus denen sich im Laufe der Zeit das städtische Zentrum Nida mit den Landgütern in seinem Umland entwickelte. Nida war ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Tempel, Thermen, Wohnhäuser und Werkstätten erzählen vom Leben in einer römischen Stadt, in der Menschen aus vielen Teilen des Reichs lebten und arbeiteten. Straßen verbanden sie mit der weiten Welt, Handel und Handwerk sorgten für Wohlstand, und in den Heiligtümern verehrten die Bewohner Götter aus Rom, Gallien und dem Osten des Reiches. Im 3. Jahrhundert erschütterten Krisen das Imperium – Grenzen verschoben sich, die Städte veränderten ihr Gesicht. Die Spuren dieser Umbrüche sind ebenso Teil der Ausstellung wie die Frage, was nach dem römischen Abzug geschah: Wie lebten die Menschen weiter, wer übernahm Verantwortung, und wie gestaltete sich der Übergang zu alamannischer und fränkischer Herrschaft?

Die Führung übernimmt Dr. Carsten Wenzel, Kustos für Provinzialrömische Archäologie und Kurator der Ausstellung.


Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung erforderlich:

per E-Mail unter kreisarchiv@hochtaunuskreis.de oder telefonisch unter 06172-999-4611.


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Rad und Sparren 54:

Römer zwischen Limes und Main

Die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift "Rad und Sparren" enthält im Schwerpunkt die Vorträge des Geschichtstags "Römisches Leben im Hinterland des Limes" von 2023 in Hofheim am Taunus . Es behandelt daher unter dem Titel "Römer zwischen LImes und Main" die frühe Geschichte der Region.


Inhalt:

  • Frank Ausbüttel: Die Okkupation und Provinzialisierung des Rhein-Main-Gebiets durch die Römer
  • Daniel Burger-Völlmecke/Markus Scholz/Johannes Gier: Immer wieder Hofheim - Das neuentdeckte römische Lager Hofheim III
  • Barbara Dölemeyer: SALVE, SALVE IMPERATOR - DIe Saalburg als wilhelminischer Erinnerungsort
  • Peter Maresch: Die Entdeckung des Taunus. Wahrnehmung, Entdeckung und Erkundung der römischen Altertümer im Taunus in der frühen Neuzeit
  • Robert Hübner Morgado: Vom Aufbau eines Archivs. Die Entstehung des Kreisarchivs des Main-Taunus-Kreises

Rad und Sparren 54 (2025): Römer zwischen Limes und Main, 55 Seiten, zahlreiche Abbildungen. ISSN: 0342-2860, Preis: 8 Euro


Zu haben im Buchhandel oder direkt hier bei uns.

zur Bestellung

Rad und Sparren 53 (2024):

Die Gebietsreform der 1970er Jahre

In den 1970er Jahren wurde die kommunale Landschaft in Hessen durch zahlreiche Eingemeindungen und Zusammenschlüsse von Gemeinden und Landkreisen grundlegend neu geordnet. Das aktuelle Heft von "Rad und Sparren" steht ganz im Zeichen der oft emotional und kontrovers umstrittenen Gebietsreform, die vor 50 Jahren die bis heute gültigen Verwaltungsstrukturen geschaffen hat. Die Mehrzahl der Aufsätze gehen zurück auf die Vorträge, die 2022 beim "Geschichtstag für Taunus und Main" in Bad Homburg v. d. Höhe gehalten wurden.

Neben diesem Schwerpunktthema beleuchten zwei weitere Beiträge spannende historische Themen unserer Region.

  • Peter Maresch: Die Gründung des Hochtaunuskreises. Ein Ergebnis der Gebietsreform in Hessen
  • Frank Ausbüttel: Die Entwicklung der Schulen im Hochtaunuskreis (1972-2022). Zur Problematik des Verhältnisses zwischen Land und Schulträger
  • Noah Nätscher: Stadtplanung zwischen Vision und Realität. Eschborn und Niederhöchstadt in den 1970er Jahren - Auswirkungen der Gebietsreform auf kommunaler Ebene
  • Gregor Maier: Wem gehört der Feldberg? Wie heißt Friedrichsdorf? Namens- und Identitätsfragen in der Gebietsreform
  • Gerd S. Bethke: Die Eppsteiner, die Fleminge und das Erbe des Dechanten
  • Konrad Schneider: Aufzeichnungen eines Sodener Feldgerichtsschöffen aus den Jahren 1815 bis 1819. Die freiwillige Gerichtsbarkeit in der Region und eine frühe Quelle dazu

Rad und Sparren 53 (2024): Die Gebietsreform der 1970er Jahre, 64 S., zahlreiche Abb., ISSN 0342-2860. Erhältlich für 8,- EUR direkt hier oder im Buchhandel.

zur Bestellung

Über uns

Die Region zwischen Rhein, Main und Taunus – mit dem 1928 gegründeten Main-Taunus-Kreis in ihrer Mitte – hat sich in den letzten Jahrzehnten in Siedlungsbild, Wirtschaftsverhältnissen und Bevölkerungsstruktur tiefgreifend angepasst und gewandelt. Durch die kommunale Gebietsreform entstanden größere Einheiten mit zusätzlichen Aufgabenbereichen. Früher selbständige Gemeinden wurden zu Stadtteilen, die jedoch ihr Eigenleben bewahren konnten. Dies alles ist Anlass, sich der reichhaltigen und vielgestaltigen Vergangenheit zu widmen.


Aus dieser Situation heraus wurde 1974 der Historische Verein Rhein-Main-Taunus gegründet. Er hat gemäß Satzung die Aufgabe, „die Geschichte der Landschaft am unteren Main, zwischen Taunus und Rhein, zu erforschen, darzustellen und an der Erhaltung ihrer kulturellen Güter mitzuwirken“. Das Erfolgskonzept war von Anfang an, fruchtbare Verbindungen zwischen Einzelforschern der verschiedenen Orte wie auch der unterschiedlichen Fach- und Sammelgebiete herzustellen, Interessierte mit den Methoden und Möglichkeiten der historischen Wissenschaften vertraut zu machen und die Öffentlichkeit über wissenschaftliche Ergebnisse zu informieren, sowie gegebenenfalls auch Rat anzubieten.


Der Historische Verein Rhein-Main-Taunus ist somit der Zusammenschluss von aktiv die Geschichte der Region erforschenden Mitgliedern, vom erfolgreichen Heimatforscher und ausgebildeten Wissenschaftler, Museums- oder Archivleiter bis zum Interessierten, der sich mit Hilfe der Erfahrenen erst in die Methodik einarbeitet. Mit anderen Forschern sowie regionalen Geschichtsvereinen, Archiven, Museen, Hochschulinstituten und Behörden besteht ein reger Austausch. Ein besonderes Anliegen ist die Unterstützung von Veröffentlichungen, auch durch Hilfestellungen beim wissenschaftlichen Erarbeiten und Niederschreiben oder durch Druckkostenzuschüsse unabhängig von der Vereinsmitgliedschaft. Das Engagement für das Erhalten kultureller Güter etwa bei Museums-, Archiv- und Denkmalschutzaktivitäten durch Mitwirkung oder Unterstützung und Beratung, ist ein weiterer Schwerpunkt des Vereins. Der Historische Verein Rhein-Main-Taunus wird vom Main-Taunus-Kreis und seinen Gemeinden ideell und finanziell unterstützt und leistet mit seiner Arbeit insgesamt einen Beitrag zur Gestaltung und Erhaltung einer vitalen und lebenswerten Region.

Info-Flyer zum Herunterladen